Von Brasilien über Toulouse nach Paris: Ana Flavias Abenteuer

Von Brasilien über Toulouse nach Paris: Ana Flavias Abenteuer

Eine Karriere in der Automobilindustrie – und noch dazu am anderen Ende der Welt – hätte sich Ana Flavia niemals vorstellen können. Sie wuchs in Brasilien auf und träumte davon, Pilotin beim Militär zu werden. Durch medizinische Komplikationen rückte dieses Ziel jedoch in weite Ferne. Um doch noch im Bereich Ingenieurwesen mit Hightech-Maschinen arbeiten zu können, entschied sie sich für ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik.

Ich überlegte, was ich sonst noch gerne machen würde. Mit 17 Jahren eine Entscheidung darüber zu treffen, was man für den Rest seines Lebens machen möchte, ist wirklich sehr schwer."

Letztlich war es Anas Interesse an Mathematik und Problemlösungen, das den Ausschlag für eine Karriere im Ingenieurwesen gab.

Sie zog nach Frankreich, um in Toulouse zu studieren. Hier führte sie ihr Interesse am Ingenieurwesen schließlich in die Automobilbranche. Nach vielen Unterrichtsstunden, in denen sie mehr über Miniaturmodelle von Fahrzeugen, die Grundlagen des Automobildesigns und die Technik dahinter erfuhr, bedurfte es nur noch eines Studienmoduls zum Thema Formel-1-Autos, um ihr Interesse zu wecken. Dies war der Beginn ihrer Karriere in der Automobilindustrie.

Nachdem sie sich für das damals neu ins Leben gerufene Regional Graduate Programme von Nissan beworben hatte, zog Ana 2022 von Toulouse nach Paris. Das Programm wurde initiiert, um talentierte junge Leute direkt von der Universität zu einem führenden Automobilhersteller zu holen. Während des gesamten Programms haben die Absolventen die Möglichkeit, verschiedene Erfahrungen an den regionalen Standorten von Nissan zu sammeln und so die Vielfalt der Branche zu erleben, ihre eigenen Stärken zu entdecken und sich zu potenziellen Führungskräften von morgen zu entwickeln.

Über ihr erstes Jahr bei Nissan sagt Ana: Das Nissan Graduate Programme bietet die Möglichkeit, verschiedene Bereiche des Unternehmens durch ein Rotationssystem in drei oder mehr Teams über einen Zeitraum von 18 bis 24 Monaten* zu erkunden. So kann man sich ein genaues Bild davon machen, in welche Richtung man sich beruflich entwickeln möchte."

Doch ist es für Ana weit mehr als ihre eigentliche Arbeit bei Nissan: Ana liebt den weltoffenen Charakter des Programms und die Aufgaben in einem vielfältigen Umfeld mit vielen verschiedenen Nationalitäten. Sie alle bringen unterschiedliche Sichtweisen und neue, spannende Arbeitsweisen mit sich. Ich lerne sehr viel von verschiedenen Menschen und ihren unterschiedlichen Ansätzen. Das bringt mich unglaublich weiter", berichtet Ana.

Durch ihre erfolgreiche Arbeit während des Regional Graduate Programme hat Ana heute eine spannende Aufgabe in der fahrzeugübergreifenden Produktplanung von Nissan. Dort erforscht sie neue und innovative Wege, um die Sicherheit autonomer Fahrtechnologien zu gewährleisten.

Dabei geht es nicht nur darum, das NML-Team in Japan bei der Erforschung von Sicherheitsfunktionen zu unterstützen, sondern auch darum, Wettbewerber zu analysieren und mit den japanischen Kollegen zusammenzuarbeiten. Ihr Ziel ist es, dass Nissan in diesem Bereich weiterhin zur Weltspitze gehört. Derzeit arbeitet Ana an der ProPILOT Assist Technologie.

Bei der Frage, wie mehr Frauen und Mädchen dazu ermutigt werden können, ihr in die Branche zu folgen, macht Ana sehr deutlich, dass das Vertrauen von Mädchen in ihre MINT-Fähigkeiten bereits sehr früh gestärkt werden muss.

Es ist schwer, negative Überzeugungen im Erwachsenen- oder Teenageralter abzulegen. Im Kindesalter fallen das Lernen und der Aufbau von Selbstvertrauen leichter... Mädchen müssen im jungen Alter dazu ermutigt werden, sich nicht von ihren Ängsten beherrschen zu lassen."

Ohne die Ermutigung ihres Vaters in jungen Jahren und ihren Mathematiklehrer, der sie für ein Studium begeisterte, hätte Ana wahrscheinlich niemals den Mut gehabt, Ingenieurswissenschaften zu studieren.

Zwar räumt Ana ein, dass sich der Anteil der Frauen in diesem Bereich bereits verbessert hat – in ihrem Studiengang in Frankreich waren 21 Prozent der Studierenden weiblich –, doch es gibt nach wie vor viel zu tun, um die Frauen von morgen davon zu überzeugen, dass Ingenieur- und Automobilberufe viel für sie zu bieten haben. Mit Initiativen wie dem Regional Graduate Programme und Vorbildern wie ihr selbst hofft Ana, dass in den kommenden Jahren im gesamten Nissan Konzern mehr Frauen vertreten sein werden – ganz im Sinne der Nissan Ambition 2030.

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