Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft: Die Rolle von NTCE bei der Weiterentwicklung autonomer Mobilität

Auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft: Die Rolle von NTCE bei der Weiterentwicklung autonomer Mobilität

Im Nissan Technical Centre Europe (NTCE) findet eine stille Revolution statt. Hinter den Toren dieser Einrichtung im britischen Cranfield entwickeln Ingenieure und Forscherinnen das nächste Kapitel autonomer Mobilität – nicht nur auf Grundlage bahnbrechender Technologien, sondern auch unter dem Fokus auf Nachhaltigkeit, Inklusivität und Praxistauglichkeit.

Hören Sie Shunsuke Shigemoto, Vizepräsident für ePowertrain-Technologie, Forschung und fortgeschrittene Entwicklung,
wie er erklärt, wie Nissan neueste Forschungsarbeiten für die Zukunft der autonomen Mobilität mitgestaltet.

Pioniere auf dem Weg zur Autonomie:

In den vergangenen acht Jahren war das NTCE Zentrum von drei großen Forschungsprogrammen für autonome Fahrzeuge (Autonomous Vehicles, AV). Gemeinsam mit führenden Industriepartnern hat Nissan an den Projekten HumanDrive, ServCity und zuletzt evolvAD gearbeitet. Mit diesen Projekten hat Nissan seine Kompetenzen im Bereich des autonomen Fahrens erweitert, indem die Projekte reale Herausforderungen in unterschiedlichsten Fahrszenarien adressierten:

  • HumanDrive (2017-2020): Dieses Projekt untersuchte, wie AVs britische Straßen sicher und souverän befahren können – von Autobahnen bis zu ländlichen Wegen. Höhepunkt war die Grand Drive": eine rund 370 Kilometer lange Fahrt von Cranfield nach Sunderland im autonom fahrenden Nissan LEAF – 98 Prozent der Strecke wurden ohne menschliches Eingreifen absolviert. Parallel dazu testete das Team maschinelles Lernen auf privaten Teststrecken, um ein natürlicheres, menschlich wirkendes Fahrverhalten und ein angenehmeres Fahrerlebnis zu entwickeln.
  • ServCity (2020-2023): Hier wurden vernetzte und autonome Fahrzeuge (Connected Autonomous Vehicles, CAVs) entwickelt, die mit städtischer Infrastruktur kommunizieren, um die Situationswahrnehmung in komplexen Stadtumgebungen zu verbessern. Mithilfe bestehender CCTV- und Sensornetzwerke manövrierten die Fahrzeuge präzise durch Londons dichten Verkehr – von Busspuren über Radfahrer bis zu Fußgängerüberwegen und Kreisverkehren.
  • evolvAD (2023-2025): In der finalen Phase wurde die AD-Technologie unter den bislang härtesten Bedingungen im Vereinigten Königreich getestet – und weiterentwickelt mit dem Ziel, ein menschliches Fahrverhalten zu simulieren. CAVs wurden auf engen Wohnstraßen und kurvigen, unmarkierten Landstraßen eingesetzt. Während bestehende Infrastrukturen wie private CCTV-Kameras nicht notwendig waren, trugen sie dennoch zur verbesserten Situationswahrnehmung und Entscheidungen bei. So entstand eine einzigartige Testumgebung, wie V2I (Vehicle-to-Infrastructure)-Technologie die Leistung von CAVs verbessern kann.

Insgesamt wurden über 25.000 autonome Kilometer ohne jeglichen Unfall zurückgelegt – ein stetiger Aufbau realer Erfahrungen, mithilfe derer Nissan seine logikbasierte Software verfeinert hat, um sichere und nachvollziehbare Fahrentscheidungen zu ermöglichen.

Es fühlt sich an, als würde ein Mensch fahren, kein Roboter", sagt Shigemoto über die Natürlichkeit und den Realismus des Fahrerlebnisses.

Für einen Überblick über evolvAD und dessen Rolle in unserer AD-Roadmap klicken Sie hier.

Technologie im Dienst der Gesellschaft:

Shigemoto betont, dass autonomes Fahren nicht nur ein Sicherheitssystem sei, sondern ein Werkzeug für gerechtere Mobilität.

In Regionen mit eingeschränktem öffentlichen Nahverkehr, etwa in ländlichen Gebieten oder Regionen mit alternder Bevölkerung, können autonome Fahrzeuge helfen, Mobilität und Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten. Das Team von NTCE konzentriert sich auf reale Anwendungen, die Zugangslücken überbrücken und den Alltag verbessern.

Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur, Emissionen zu senken", sagt Shigemoto. "Es bedeutet auch, Mobilität für Menschen dauerhaft zu gewährleisten."

Der Weg nach vorn - von Tests zu Vertrauen:

Bei NTCE arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten für Softwareentwicklung, Sicherheitsfahrer und viele weitere Fachleute gemeinsam an einem Ziel: sichere, menschlich wirkende AD-Systeme zu entwickeln, die die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie von Nissan unterstützen.

Obwohl sich die Technologie rasant weiterentwickelt, bleibt die gesellschaftliche Akzeptanz eine der größten Herausforderungen. Shigemoto ist überzeugt, dass Erfahrung und Erleben entscheidend sind.

Die Menschen müssen autonome Fahrzeuge selbst erleben, um ihnen zu vertrauen", sagt er. Wenn man sieht, wie ein Fahrzeug souverän eine enge Wohnstraße oder eine belebte Kreuzung meistert, kann das Skepsis in Begeisterung verwandeln."

Im Hinblick auf die Einführung plant Nissan, ab dem Geschäftsjahr 2027 kundenorientierte Mobilitätsdienste in Japan bereitzustellen. Diese sollen bedarfsgerechten, autonomen Transport bieten – insbesondere für Regionen mit Fahrermangel und eingeschränktem ÖPNV. Pilotprojekte laufen bereits in Yokohama und Fukushima.

Mehr zur Roadmap rund um die Mobilitätsdienste von Nissan finden Sie hier.

Während Nissan auf die nächste Generation der Mobilität blickt, zeigt die Arbeit von NTCE eindrucksvoll, wie Technologie, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen müssen.

Hören Sie sich die vollständige Podcast-Folge oben an und entdecken Sie unsere weiterführenden Ziele auf nissanamieosustainability.com